1. Wofür ist die Anwendung?
Die Instandhaltung beantwortet zwei Fragen: Was haben wir und wo liegt es? (Bestand an Ersatzteilen und Verbrauchswerkzeugen, Karteikarten der Einzelstück-Werkzeuge) und Was ist wann fällig? (Wartungen an Maschinen, Standzeiten von Werkzeugen). Sie greift nicht in die Feinplanung ein.
2. Maschinen
Einzelmaschinen (Inventarnummer, Bezeichnung, Hersteller, Typ, Seriennummer, Baujahr, Standort, Zählerstand) werden in der Stammdaten-Verwaltung angelegt oder per Datei importiert. Die Zuordnung zu einer Maschinengruppe der Feinplanung ist freiwillig.
In der Instandhaltung siehst du je Maschine den Wartungsplan, die Erledigungen, die zugeordneten Werkzeuge und Teile sowie Anhänge (Anleitung, Datenblatt). Den Zählerstand (Betriebsstunden o. ä.) pflegst du von Hand über „Zähler übernehmen“; er steuert die Zählerwartungen.
3. Wartungsplan und Fälligkeiten
- Je Maschine beliebig viele Wartungseinträge, jeder mit Intervall nach Kalender (alle n Monate) oder nach Zähler (alle n Betriebsstunden).
- Die nächste Fälligkeit rechnet ab der letzten Erledigung; ohne Erledigung ab dem Startdatum bzw. Startzähler.
- Ampel: rot = fällig oder überfällig, gelb = innerhalb des Vorlaufs (Standard 30 Tage, bei Zählerwartungen die letzten 10 % des Intervalls), grün = im Plan. Der Vorlauf ist unter „Verwaltung“ einstellbar.
- Erledigen: Datum, Bemerkung, bei Zählerwartungen der Zählerstand (Pflicht), optional verbrauchte Teile (werden vom Bestand abgebucht) und ein Anhang (Prüfprotokoll). Danach springt die Fälligkeit automatisch weiter. „Durchgeführt von“ wird als Nachweis gespeichert.
- Vorgeschriebene Prüfungen (UVV, Druckbehälter …) markierst du im Eintrag. Solche Einträge werden nie gelöscht, nur beendet; ihre Erledigungen bleiben als Nachweis stehen.
4. Werkzeuge
Einzelstück-Werkzeuge (Formen, Vorrichtungen, Spannmittel) haben eine Karteikarte mit Zustand (einsatzbereit, in Aufbereitung, gesperrt, verschrottet), Lagerort, Verlauf und einer Standzeit: Sollstandzeit mit frei wählbarer Einheit (Schuss, Stunden, Zyklen), Zählerstand von Hand, Warnschwelle in Prozent (Standard 80 %). Ab der Warnschwelle erscheint das Werkzeug in der Fälligkeitsliste.
Verbrauchswerkzeuge (Bohrer, Wendeplatten) werden wie Ersatzteile mit Bestand geführt: im Reiter „Ersatzteile“ mit Art „Verbrauchswerkzeug“.
5. Ersatzteile und Bestand
- Der Bestand ist die Summe der Bewegungen: Zugang, Abgang, Inventur (Nachzählung mit neuem Bestand). Ein Abgang über den Bestand hinaus wird abgelehnt.
- Mindestbestand: Fällt der Bestand darunter, steht das Teil im Reiter „Bestellvorschlag“ mit Fehlmenge, Lieferant und Lieferanten-Artikelnummer. Es wird nichts automatisch bestellt.
- Lieferanten kommen aus der Stammdaten-Verwaltung; Lagerorte werden aus bereits verwendeten Orten vorgeschlagen.
- Nicht mehr benötigte Teile werden ausgemustert, nicht gelöscht – die Bewegungen bleiben nachvollziehbar.
6. Datei-Import
Werkzeuge und Ersatzteile lassen sich aus einer CSV- oder Textdatei einlesen (erste Zeile = Spaltenköpfe; Trennzeichen Semikolon, Komma oder Tab). Die Spalten werden automatisch erkannt und können vor dem Einspielen geändert werden. Pflicht sind Nummer und Bezeichnung. Vorhandene Nummern werden aktualisiert, neue angelegt. Beim Teil wird ein gefüllter Bestandswert als Inventurbuchung „Import“ verbucht.
7. Rollen und Datenschutz
- Leser sehen alles, ändern nichts. Das ist die Standardrolle für neue Benutzer.
- Instandhalter pflegen Werkzeuge und Teile, buchen Bewegungen, erledigen Wartungen, laden Anhänge hoch.
- Kunden-Admins vergeben Rollen und stellen den Vorlauf ein. Endgültiges Löschen von Einträgen mit Historie ist dem Haupt-Admin vorbehalten.
- Personenbezug gibt es nur beim Nachweis „durchgeführt von“ an Erledigungen. Bewegungen werden nicht je Person ausgewertet.
- Anhänge (max. 10 MB, PDF, Bilder, Office) werden vor dem Speichern auf Schadsoftware geprüft und liegen im Objektspeicher deiner Organisation.
8. Direkte Adressen
Jedes Objekt lässt sich direkt öffnen: ?maschine=M-001, ?werkzeug=F-0815 oder ?teil=E-1001 an die Adresse der Anwendung anhängen. Damit sind QR-Etiketten vorbereitet.